Lebensstil

Resumée

Februar 3, 2016
Halbzeit…?



6 Monate sind wir nun schon unterwegs. Wie schnell die Zeit vergeht! Diese 6 Monate stehen für:

13.000 Kilometer, 9 Länder, 43 Städte, 58 Stellplätze, 32 Campingplätze, 48 verschiedene Duschen, 39 Toiletten, 25 geschriebene Blogeinträge, 4478 geschossene Fotos, 3 undichte Dachfenster, eine Höchsttemperatur von 44 Grad, eine Tiefsttemperatur von -5 Grad, eine überaus vielfältige Flora und Fauna, tolle neue Bekanntschaften und neugewonnene Freunde, sowie unzählige, einzigartige Momente. Eine Zeit, welche wir definitiv nicht missen möchten!

Halbzeit, sollte man meinen…

Doch bei den ursprünglich geplanten 12 Monaten bleibt es wahrscheinlich nicht. Wir haben Blut geleckt und schmieden schon Pläne für den Winter 2016.

Wir hätten es nie für möglich gehalten, dass einem ein 23 Jahre altes Wohnmobil derart ans Herz wachsen kann. Trotz unzähligen, engen Gässchen, zahlreichen Bergpässen, sowie der ein oder anderen Offroad-Piste hat es uns bisher nicht ein einziges Mal im Stich gelassen. Es ist eben unser Zuhause, unser kleines Eigenheim, in welchem wir uns unheimlich wohlfühlen. Auf Grund dessen würde es uns auch nie in den Sinn kommen, während unserer Deutschland Zwischenstopps in einem Haus zu übernachten. Geschlafen wird im Wohnmobil, bei welchen Temperaturen auch immer. 

Tag ein, Tag aus in den gleichen vier Wänden wohnen – momentan für uns ein Ding der Unmöglichkeit. 75 Quadratmeter standen uns damals in Düsseldorf zur Verfügung, aktuell nur noch 12. Weitaus weniger, aber wiederum doch weitaus mehr. Mehr Selbstbestimmung, mehr Freiheit, mehr Unabhängigkeit, mehr Abwechslung, mehr Abenteuer, mehr Geld…

Ja, im Wohnmobil zu leben ist weitaus günstiger, als in einer viel zu überteuerten Wohnung!

Doch auch bei uns schleichen sich mittlerweile Dinge ein, welche wir hin und wieder vermissen: Shopping (Lebensmittel einkaufen zählt nicht als Shopping!!!), lecker Essen gehen, einen Kuchen backen, mit Freunden ausgehen, gemütlich auf der Couch faulenzen, oder aber schlichtweg nur ein eiziges Mal nicht von Hand spülen zu müssen… All das sind allerdings Kleinigkeiten, welche wir momentan gerne in Kauf nehmen, um diesen Lebensstil weiterführen zu können.

Wir leben unseren Traum, welchen wir gewiss so schnell nicht wieder aufgeben möchten!

Eines ist hingegen klar: auch uns gehen früher oder später die Ersparnisse aus. Lukas ist durch seinen Job als Fotograf zwar sehr flexibel, dennoch wird ein längerer Aufenthalt in Deutschland nicht ausbleiben, um unsere Reisekasse wieder aufzubessern. Und wer weiß, vielleicht kommt irgendwann sogar der Tag, an welchem wir durch unser Projekt die ein oder andere Mark verdienen…

 

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