Österreich

Lesachtal // 5568 km

Oktober 7, 2015
Wandern auf knapp 1900 Höhenmetern…


 

Start:   Lahnerhof im Lesachtal         Ziel:   Hochweißsteinhaus

Länge:   24km        Dauer:   5,5-6h        Hm:   ca. 700

Start unserer Wandertour ist der Lahnerhof im Lesachtal. Der Familienbetrieb mit Pension und biologisch bewirtschaftetem Bauernhof befindet sich auf 1180 Höhenmetern, mitten in den österreichischen Bergen. 

Von dort aus geht es 12 Kilometer bergauf und bergab, durch Wälder und über Wiesen, entlang am Karnischen Kamm bis hinauf zur Ingridalm. Hier eröffnet sich uns ein herrlicher Blick auf den Hochweißstein mit seiner majestätischen Weißsteinspitze. Ab jetzt ist es nur noch ein Katzensprung, sollte man zumindest meinen nach knapp 3h. Vom Tal aus kann man schon einen ersten Blick auf das Hochweißsteinhaus werfen. “Hoch” ist es in der Tat, um genau zu sein 1858 Meter. Aus dem Katzensprung wird wohl doch nichts…

Achtung: wer in Österreich in höheren Gefilden unterwegs ist, sollte beim Schlendern immer schön darauf achten, wo man hinläuft, wie man es von den Eltern gelernt hat. Ansonsten ist die Gefahr groß, seinen Schuh in dem ein oder anderen Kuhfladen wiederzufinden. 

Von der Ingridalm geht es die restlichen 45 Minuten an der linken Talseite steil bergauf. Diese letzten Minuten haben es absolut in sich! Der Weg verwandelt sich in einen Pfad (wenn man ihn als solch einen bezeichnen kann), welcher mit nassem Geröll und Schnee bedeckt ist. Wir befinden uns nun in der Kategorie: Bergsteigen. Hört sich einfach an, ist es aber nicht!

Oben ankommen ist ein unbezahlbares Gefühl. Die Zeit nimmt einen anderen Stellenwert ein. Zufriedenheit paart sich mit Stolz, Lebendigkeit und Erschöpfung. Ich denke, es ist dieses Hoch an Gefühlen, was uns immer wieder dazu antreibt, unsere Körper an ihre Grenzen zu bringen. Noch weiter, noch höher, noch schneller um dem Hinmel so nah wie nur möglich zu sein.

Nach 30 Minuten Pause und einem wohlverdienten Glas Almdudler ist es schon wieder Zeit aufzubrechen. Die Uhr sitzt uns im Nacken, die Hälfte der Strecke steht uns schließlich noch bevor!

Abschließend muss ich sagen, es ist wirklich eine wundervolle Route. Wer Kondition und Spaß an der Sache mitbringt, wird hier nicht ins Straucheln geraten. Völlige Abgeschiedenheit, Ruhe aber auch landschaftliche Abwechslung. Die einzigen beiden Geräusche, welche die Ohren wahrnehmen, sind das Plätschern vom Bach, sowie ab und an der schrille Ruf eines Murmeltieres. Natur pur eben…


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