Deutschland

Chiemgau // 6005 km

Oktober 13, 2015
Dem Gipfel entgegen…


 

 Start:  Hochplattenbahn Marquartstein      Ziel:  Gipfel Hochplatte, Piesenhausener Hochalm

Länge:  11km       Dauer:  3-3,5 h       Höhenmeter:  ca 550

Ich kann es nicht fassen, ich sitze tatsächlich in einem Sessellift! Wie viele Jahre ist das schon her… Ohne Skier und bei Sonnenschein macht die Fahrt sogar richtig Spaß!

An der Bergstation angekommen geht es nun 45 Minuten (bei zügigem Tempo) stetig steil bergauf bis zum Haberspitz. Von dort aus hat man einen herrlichen Blick auf den Chiemsee und die Kampenwand. Doch wo wir schon einmal da sind, wollen wir natürlich noch höher hinaus. Wir begeben uns nach links, wo der letzte und auch schwierigste Teil des Gipfelsteiges auf uns wartet. Umringt von Latschenkiefern geht es nun gute 30 Minuten über Matsch, Geröll und felsige Steine. Schwindelfreiheit und Trittfestigkeit sind hier klar von Vorteil!

Am Gipfelkreuz angekommen, genießen wir einen wirklich einmaligen Ausblick in die Bayerischen und Tiroler Berge, sowie ins Voralpenland. Wir befinden uns nun auf 1586 Höhenmetern. Diese Sicht war jede noch so kleine Anstrengung wert! Und da hätten wir es mal wieder: dieses Gefühl von absoluter Freiheit, nichts und niemand kann uns aufhalten, wir sind die Könige der Welt…

Nach 20 Minuten Durchatmen geht es schon wieder bergab, zurück zum Haberspitz. Von dort aus möchten wir einen kleinen Umweg nehmen, in Richtung Piesenhausener Hochalm. Wir haben nämlich Hunger! Beim Abstieg lerne ich zum ersten Mal die Anwesenheit von Latschenkiefern am Wegesrand zu schätzen. Dieses bruchfeste Nadelgewächs (und natürlich Lukas’ starke Arme) retten mir nicht nur EIN Mal den Allerwertesten. Der nächste Kauf werden definitiv Trekkingstöcke sein!

Brotzeit, ein kühles Helles und ein wundervolles Panorama erwarten uns auf der Almhütte, bevor es anschließend wieder Zeit für den Heimweg wird, welcher genau so herunter führt wie er uns auch hinaufgeführt hat. Aber erst einmal zurücklehnen und genießen. 

An Guadn! 

Alles in allem ist die Strecke leider sehr gut besucht. Wer sich nach trauter Zweisamkeit und Ruhe sehnt, sollte sich vielleicht für einen anderen Wanderweg entscheiden. Nichtsdestotrotz ist die Aussicht wirklich einmalig, der Aufstieg lohnt also allemal…


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